Usbekistan for Family

Tag 1
Abflug nach Usbekistan


Heute steigen wir in das Flugzeug nach Usbekistan. Der Flug ist nicht im Preis inkludiert. Was wir wohl alles erleben werden im Land entlang der Seidenstraße?

Tag 2
Ankunft in Taschkent


Nach Ankunft am Flughafen werden wir zu unserem Hotel gebracht und haben erstmal etwas Zeit um uns zu erholen. Bei einem gemeinsamen Mittagessen lernen wir die anderen Familien kennen und besprechen unser Programm für die kommenden Tage.

Am Nachmittag steht eine Stadtrundfahrt durch Tashkent auf dem Programm. Die moderne Stadt mit ihrem orientalisch-russischen Flair, den großen Parkanlagen, Museen und Theatern, breiten Straßen, schicken Geschäften und Basaren ist eine der größten Städte Zentralasiens mit einer mehr als 2200-jährigen Geschichte. Für manche ist Taschkent die faszinierendste Plattenbaustadt der Welt. Seit der Unabhängigkeit von Russland leben und arbeiten die Menschen zwischen Fortschritt, Selbstfindung und Tradition.

Wir erkunden die historischen Sehenswürdigkeiten wie das Kaffali-Schaschi Mausoleum oder die Barak-Khan Medrese während eines Rundgangs durch die Altstadt. Den Abschluss bildet der Tschor-Su Basar mit seinem schönen Kuppelbau. Unter sieben riesigen Kuppeln, welche mit farbigen, keramischen Fliesen verkleidet sind, bieten die Bauern und Handwerker ihre Erzeugnisse an. Den ganzen Markt beherrschen die Düfte verschiedener östlicher Gewürze, Gemüse und Früchte. Ein gemeinsames Abendessen rundet das Programm des ersten Tages ab.

Verpflegung: F/M

Tag 3
Chimgan Gebirge


Die Chimgan Berge und der Charvak Stausee sind beliebte Naherholungsziele der Taschkenter. Eine zweistündige Fahrt bringt uns weg vom Großstadtdschungel in ein ländliches, unbesiedeltes Gebiet. Die Straße führt durch unzählige Usbekische Dörfer, entlang Gärten und Flüssen. Im Gebirge angekommen fahren wir mit dem mit dem Sessellift der Beldersay Seilbahnstation. Von hier aus wandern wir zum Gipfel und genießen die wunderschöne Aussicht. Wenn wir Glück mit dem Wetter haben und die Sicht klar ist, können wir in weiten Ferne Taschkent sehen. Der Kumbel Gipfel liegt ca. 2400 Meter hoch und eröffnet eine Panoramaaussicht über das des gesamte Chimgan Gebirge. Dann steigen wir nach unten zu Fuß ab zu unserem Fahrzeug. Die Wanderung dauert ca. 3 Stunden.

Unser Mittagessen nehmen wir in den Bergen ein, wo wir die einheimischen Spezialitäten kosten. Im Schatten der Bäume können wir uns erholen und auf dem Gelände des Restaurants gibt es auch einige einzigartige Felszeichnungen aus prähistorischer Zeit zu sehen.

Am Nachmittag fahren wir zum Charvak See. Der See ist ein beliebter Sport bei den Einheimischen und auch wir können eine Runde in der wunderschönen See baden gehen und uns erfrischen.

Transfers: ca. 4 Std.
Verpflegung: F/M

Tag 4
Flug nach Chiwa


Heute fliegen wir frühmorgens nach Urgentsch und werden dann zu unserem Hotel in Chiwa gebracht. Von Urgentsch fahren ca. 30 Kilometer in die Oasenstadt Chiwa im Nordwesten Usbekistans. Die Anfang des 18. Jahrhunderts als Festung errichtete Altstadt von Chiwa (UNESCO Weltkulturerbe) wird oft als riesiges „Freilichtmuseum“ bezeichnet und gilt seit ihrer Erbauung als unverändert. Heute erkunden wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Zwischen den alten Lehmhäusern verlaufen malerische und verwinkelte Gassen und wir bewundern die orientalischen Ornamente und türkisblauen Fliesen der Bauwerke. Auf den belebten Straßenbasaren können wir mit Handwerkern und Stickerinnen um den besten Preis feilschen und ein persönliches Souvenir erwerben. Chiwa gilt als Zentrum der Baumwoll-, Seiden- und Teppichindustrie.

Am Abend steht ein besonderer Höhepunkt auf dem Programm: Wir sehen eine traditionelle Show mit Seiltänzern und Zirkuskünstlern. Selbst die Jüngsten der Familie treten schon recht routiniert vor das Publikum.

Transfers: ca. 2 Std.
Verpflegung: F

Tag 5
Fahrt durch die Wüste nach Buchara


Heute geht es per Fahrzeug durch die weitläufige Sandwüste. Die Fahrt dauert beinahe den ganzen Tag. Da bleibt genug Zeit, um Erlebtes Revue passieren zu lassen. Auf der langen Fahrt erzählt uns der Reiseleiter auch viele Geschichten über die Kultur und die Traditionen des Landes. 120 verschiedenen Volksgruppen gibt es in Usbekistan. Die Wüste Kisilkum, die wir durchqueren, ist eine Kies- und Sandwüste, die zum größten Teil im inneren des Tieflands von Turan liegt. Sie ist etwa 200.000 km² groß und gehört zu den Staatsgebieten von Turkmenistan, Usbekistan und Kasachstan. Unterwegs stoppen wir am Amudarja-Fluss, der sich für Fotoaufnahmen anbietet. Zum Mittagessen machen wir unser eigenes Picknick und später besuchen wir auch noch ein Teehaus: Sunnat aka Tschaichana.

Nach einer langen Fahrt erreichen wir am Abend Buchara. Buchara ist eine der ältesten Städte Mittelasiens und eine richtige Oasenstadt mit kleinen Teehäusern und belebte Straßen

Transfers: F/P
Verpflegung: ca. 8 Std.

Tag 6
Buchara

Nach dem Frühstück machen wir uns auf und erkunden die Stadt. Ihre charakteristischen, türkisefarbenen Kuppeldächer entführen uns in eine Welt aus 1001 Nacht. Den einstigen legendären Reichtum verdankt die Stadt ihrer Lage am Rande einer Oase mitten in der Wüste als einer der wichtigsten Knotenpunkte an der Seidenstraße. Buchara präsentiert sich uns als ein großes, einzigartiges und authentisches Baukunstmuseum, das sein altorientalisches Antlitz bewahrt und gepflegt hat. Gewürze, Pelze und vor allem Seidenstoffe wurden damals in den Karawansereien gelagert und gehandelt. In den Gassen der Altstadt scheint auch heute noch diese Vergangenheit zum Greifen nahe.

Bei der heutigen ganztägigen Stadtbesichtigung sehen wir u.a. die Festung Ark und die Bolo Chaus Moschee. Ein Meisterwerk der frühen islamischen Architektur ist das Mausoleum der Samanidendynastie.

Am Abend haben wir ein ganz besonderes Treffen geplant: In den schattigen Nischen eines Basargewölbes treffen wir den Künstler Toshev Davlat, der mit unendlicher Konzentration arabische Schriftzeichen und florale Ornamente mit Feder und hauchdünnem Pinsel auf ein hauchdünnes elfenbeinfarbenes Papier aufträgt. Künstler wie Toshev Davlat knüpfen an die große Tradition der Miniaturenmalerei und Kalligraphie an, die die Region einst zum Zentrum des künstlerischen Schaffens machte. Er gilt als einer der Mitbegründer der neuen "Schule von Bukhara" und ist einer der versiertesten Maler. Bei einer Meisterklasse testen wir selbst unser Können in der Miniaturmalerei.

Verpflegung: F/A

Tag 7
Sommerresidenz des letzten regierenden Emirs


Heute besuchen wir einen bekannten Pilgerort: Die Grabstätte des Sufi-Orden-Begründers Naqshbandi: die Abdul Fais Chan Moschee. Außerhalb der Stadt erwartet Sie auch die wundervolle Sommerresidenz des letzten regierenden Emirs, Sitorai Mohi Xosa. Der des Schlosses Name bedeutet "Ort, an dem sich Mond und Sterne begegnen". Der Sommerpalast ist eine wunderschöne Kombination aus orientalischer und russischer Architektur.

Buchrara ist auch berühmt für das traditionelle Puppenspiel. Wir besuchen eine Manufaktur, in der Puppen in Handarbeit hergestellt werden und der Meister zeigt uns den Herstellungsprozess und erklärt uns die Tradition des Theaters. Dann lernen wir selbst, wie eine Puppe hergestellt wird.

Am Abend genießen wir unser Abendessen mit einer traditionellen Folklore-Tanzvorführung.

Verpflegung: F/A

Tag 8
Übernachtung im Jurtenlager


Nach dem Frühstück fahren wir in Richtung Nurata zu unserem Jurtenlager. Unterwegs besichtigen wir die Felsenzeichnungen bei Sarmysch, von denen einige Jahrtausende alt sind. Die Stadt Nurata wurde einst 327 v. Chr. von Alexander dem Großen gegründet. Die Überreste dieser Festung erheben sich hoch über der Stadt und die Wasserversorgung, die von Alexander dem Großem installiert wurde, wird teilweise noch bis heute verwendet. Wir klettern auf die Festung, eines der ältesten und bedeutendsten archäologischen Denkmäler der Region. Von oben hat man eine tolle Aussicht über das nahegelegene Gebirge.

Wir besichtigen auch den Pilgerkomplex und Wallfahrtsort Chasma mit Moschee und Brunnen. Chashma ist eines der bedeutendsten religiösen Zentren des Islam in der Region.

Dann fahren wir zu unserem Jurtenlager, welches die Nachfahren eines Nomadenvolkes betreiben. Die Zeit scheint hier stillzustehen. 4 bis 6 Personen schlafen hier zusammen in einer traditionellen Jurte. Eine Jurte ist ein rundes Filzzelt aus Kamelwolle, die traditionelle Behausung der Nomaden. Die einfachen Jurten stehen mitten im staubigen Sand einer Wüstenlandschaft. Am Abend lauschen wir den Liedern des Folkoresängers (Akyn) am brennenden Lagerfeuer unter dem überwältigen Sternehimmel. Wir befinden uns am Rande der Zivilisation und spüren nach, wie einst die Nomaden und Händler mit ihren Karawanen der Seidenstraße durch diese Wüste folgten. Das einzige, was uns zurück in die Realität bringt, sind der der Strom und die Duschen & Toiletten.

Transfers: ca. 5 Std.
Verpflegung: F/M/A

Tag 9
Baden im Aydarkulsee


Der Sonnenaufgang in der Wüste ist mit nichts zu vergleichen. Frühmorgens sieht man die Spuren der Tiere und wir genießen die Weite der Landschaft.

Nach dem Frühstück fahren wir zum Aydarkulsee. Der See ist intensivblau und wirkt fast unwirklich in dieser kargen Landschaft. Er existiert seit 1969 als Folge eines Hochwassers bei einem Staudammprojekt. Wer mag, der kann sich in die warmen Fluten stürzen, hinausschwimmen und den einzigartigen Ausblick genießen. Wer Lust hat, kann auch eine Runde auf einem zweihöckrigen Kamel reiten. Bei einem Picknick am Ufer des Sees lassen wir das Nomadenleben hinter uns und fahren erneut eine lange Strecke durch die Nurata-Berge bis nach Samarkand. Unterwegs stoppen wir an der Nuratau-Schlucht. Unterwegs sehen wir auch zahlreiche kleine Dörfer.

Transfers: ca. 5 Std.
Verpflegung: F/P

Tag 10
1001 Nacht in Samarkand


Heute steht die Stadt Samarkand auf dem Programm: Allein der Name dieser Stadt beschwört Bilder vom Orient und der alten Seidenstraße herauf. Viele der wunderbaren Gebäude hier sind heute UNESCO-Weltkulturerbe. Als wichtiger Punkt an der Hauptroute der Seidenstraße war Samarkand im Laufe der Geschichte immer wieder blühendes Zentrum der Region. Alexander der Große und Dschingis Khan – viele berühmte Namen verbindet mit Samarkand, das zählt zu den ältesten Städten der Welt zählt. Bei einer Stadtrundfahrt besichtigen wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Einer der berühmtesten Plätze in Usbekistan und das Wahrzeichen des Landes ist der imposante Registan Platz (UNESCO Weltkulturerbe) im Herzen Samarkands. Er wird an drei Seiten von Medresen begrenzt, die ein wunderbares Fotomotiv bieten.

Am Nachmittag steht der Besuch einer Papiermühlenfabrik und Teppichfabrik auf dem Programm. Die Herstellung von Papier ist eine alte Handwerkskunst, die aus Asien stammt. In der Schlacht von Samarkand wurden die Chinesen vernichtend von den Arabern geschlagen. 20 000 Chinesen gerieten in Gefangenschaft, darunter auch Papiermacher. So kam das Papier in den arabischen Raum und diese brachten die Erfindung des Papiers über die Seidenstraße nach Europa. Eine der ältesten Papiermühlen lag in Samarkand. Wir besuchen einen Papierbetrieb und lernen den gesamten handwerklichen Herstellungsprozess kennen. Noch heute wird aus der Rinde der Maulbeerbäume Papier geschöpft.

Am Abend findet unser Abschiedsessen im ursprünglichen Nationalrestaurant statt. Die usbekische Küche ist sehr reich an nationalen Gerichten. Das wichtigste Hauptgericht des Landes ist Plov, eine usbekische Art des orientalischen Reisgerichts Pilaw. Die Familien bereiten Plov gerne zu Hause zu. Traditionell wird dieses Gericht sogar von Männern gekocht. Besonders in den Teehäusern kann man immer noch sehen, wie die Männer gemeinsam Plov kochen. Heute kochen wir gemeinsam Plov und lernen Zubereitung über dem offenen Feuer und die Zutaten kennen.

Verpflegung: F/A

Tag 11
Rückflug


Heute endet unsere Reise durch Usbekistan. Wir haben noch Zeit für eigene Erkundungen bevor wir zum Flughafen gebracht werden.

Verpflegung: F